Tamamidori: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 12. Februar 2025, 12:03 Uhr

Camellia sinensis

Tamamidori (たまみどり) ist ein traditioneller japanischer Teekultivar (Camellia sinensis), der im Jahr 1953 als der vierte offizielle Kultivar in Japan registriert wurde. Obwohl Tamamidori seit seiner Entwicklung weiter angebaut wird, ist er heutzutage nur noch selten erhältlich und wird in begrenztem Umfang im Handel angeboten. Dieser Kultivar findet vor allem bei der Herstellung von Tamaryokucha (auch „Guricha“ genannt) Verwendung, wird jedoch ebenso zur Produktion von Sencha eingesetzt.

Geschichte und Herkunft

Tamamidori wurde aus Samen ausgewählter Teepflanzen aus dem Teeanbaugebiet Uji (Präfektur Kyōto) selektiert. Uji ist berühmt für seine lange Tee-Tradition und wird oft als Wiege des hochwertigen japanischen Tees bezeichnet. Nachdem die Selektion erfolgreich abgeschlossen war, erfolgte 1953 die offizielle Eintragung von Tamamidori als Teekultivar Nr. 4 durch das zuständige Ministerium. Ziel der Züchtung war es, einen ertragreichen, kälteresistenten und gleichzeitig aromatischen Kultivar zu etablieren.

Eigenschaften

Blattform und Farbe Die Blätter von Tamamidori sind elliptisch geformt und weisen eine glänzende, gelblich-grüne Färbung auf. Dieser hohe Glanz wird von Teebauern geschätzt, da er oftmals ein Indikator für gute Verarbeitungsqualität ist.

Wuchs und Ertrag

Als normal austreibender Kultivar treibt Tamamidori in einem üblichen Zeitfenster aus, das heisst weder besonders früh noch besonders spät. Er gilt als relativ kälteresistent und zeichnet sich durch einen stabilen Ertrag aus.

Krankheitsanfälligkeit

Trotz seiner vorteilhaften Eigenschaften ist Tamamidori anfällig für einige gängige Pflanzenkrankheiten im Teeanbau, weshalb er heute seltener angebaut wird als robustere Sorten wie Yabukita.

Geschmack und Aroma

Aus Tamamidori hergestellter Tee besticht durch ein klares, frisch-grünes Aroma und eine milde Süße, die mit leichten Umami-Noten abgerundet wird. Ob als Tamaryokucha oder als Sencha verarbeitet, zeigt der Kultivar ein recht ausgeprägtes, jedoch ausgewogenes Geschmacksprofil.

Verwendung

Tamaryokucha

Tamaryokucha ist eine traditionelle Teespezialität, die überwiegend in den südlichen Regionen Japans (insbesondere Kyūshū) hergestellt wird. Tamamidori bietet sich aufgrund seiner Blattstruktur und seines Aromas besonders gut für diese Verarbeitungsart an.

Sencha

Neben Tamaryokucha wird Tamamidori gelegentlich auch zu Sencha weiterverarbeitet. Hierbei werden die Blätter gedämpft (um Oxidation zu unterbinden), gerollt und getrocknet. Das Endergebnis ist ein leuchtend grüner Tee mit einem ausbalancierten Geschmacksprofil.

Anbaugebiete und Verbreitung

Obwohl der Kultivar in ganz Japan angebaut werden kann, konzentriert sich die Produktion von Tamamidori überwiegend auf Regionen mit kühlerem Klima und fruchtbaren Böden, wie sie in bestimmten Teilen Kyūshūs sowie in einigen höher gelegenen Gebieten auf Honshū zu finden sind. Aufgrund seiner begrenzten Verbreitung ist Tamamidori jedoch selten im Einzelhandel zu finden und wird meist in kleineren Teegärten kultiviert, die auf besondere Sorten spezialisiert sind.

Gründe für die Seltenheit

  • Wirtschaftlichkeit: Viele Teebauern setzen auf bewährte Sorten wie Yabukita, die leichter anzubauen und weniger krankheitsanfällig sind.
  • Krankheitsanfälligkeit: Tamamidori ist anfällig für einige gängige Teepflanzenkrankheiten, was zusätzliche Pflege oder Pflanzenschutzmaßnahmen erfordert.
  • Nischenprodukt: Da Tamamidori eher in kleinen Mengen und auf Spezialanfragen angebaut wird, ist der Marktanteil gering, und die Sorte ist vergleichsweise unbekannt.

Literatur und Weblinks

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