Teehaus: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Japan ===
=== Japan ===
In Japan dienen die bewusst schlicht eingerichteten Teehäuser der [[Japanischen Teezeremonie|Japanische Teezeremonie]]. Das typische japanische Teehaus ist von einem kleinen Garten, oft mit einem kleinen Teich, umgeben. Die einfache, aber dennoch sehr geschmackvolle Gestaltung der japanischen Teehäuser geht auf [[Sen no Rikyū]] zurück, welcher die Lehre des Wabi-Sabi, die Ästhetik des Schlichten, Unvollendeten und Unsymmetrischen vertrat. Das Teehaus besteht aus mehreren Zimmern, nämlich dem Vorraum (Mizuya), wo die Teegeräte aufbewahrt werden, einer Wartehalle (Machiai), in der die Gäste bis auf ihren Einlass in den Teeraum warten und dem typischen Gartenpfad ([[Roji]]), der Teeraum und Machiai verbindet und den Übergang in eine andere Welt symbolisiert. Herzstück des Teeraums ist die Wandnische ([[Tokonoma]]), die ursprünglich aus chinesischen Altären entstanden ist.<ref>Kakuzo Okakura: Das Buch vom Tee. Übertragen und mit einem Nachwort versehen von Horst Hammitzsch. Frankfurt am Main: Insel 1979 ISBN 3-458-32112-8, S. 56</ref>
In Japan dienen die bewusst schlicht eingerichteten Teehäuser der [[Japanischen Teezeremonie|Japanische Teezeremonie]]. Das typische japanische Teehaus ist von einem kleinen Garten, oft mit einem kleinen Teich, umgeben. Die einfache, aber dennoch sehr geschmackvolle Gestaltung der japanischen Teehäuser geht auf [[Sen no Rikyū]] zurück, welcher die Lehre des Wabi-Sabi, die Ästhetik des Schlichten, Unvollendeten und Unsymmetrischen vertrat. Das Teehaus besteht aus mehreren Zimmern, nämlich dem Vorraum (Mizuya), wo die Teegeräte aufbewahrt werden, einer Wartehalle (Machiai), in der die Gäste bis auf ihren Einlass in den Teeraum warten und dem typischen Gartenpfad ([[Roji]]), der Teeraum und Machiai verbindet und den Übergang in eine andere Welt symbolisiert. Herzstück des Teeraums ist die Wandnische ([[Tokonoma]]), die ursprünglich aus chinesischen Altären entstanden ist.


== Europa ==
== Europa ==
Teehäuser waren Teil der modischen [[Chinoiserie|China-Begeisterung]] des [[Barock]]. Herausragende Beispiele sind das Teezimmer in der Pagodenburg des [[Schloss Nymphenburg|Schlosses Nymphenburg]] in [[München]] oder das [[Chinesisches Haus (Potsdam)|Chinesische Teehaus]] im [[Sanssouci#Park Sanssouci|Park Sanssouci]] in [[Potsdam]]. Viele Adelige und reiche Bürger ahmten die grandiosen Vorbilder nach. Weitere bekannte Teehäuser in Deutschland stehen im [[Weißenburgpark]] in Stuttgart, in [[Frankfurt am Main]] ([[Kengo Kuma]]s Teehaus) sowie in [[Teehäuschen (Darmstadt, Park Rosenhöhe)|Darmstadt]].
Teehäuser waren Teil der modischen [[Chinoiserie|China-Begeisterung]] des [[Barock]]. Herausragende Beispiele sind das Teezimmer in der Pagodenburg des [[Schloss Nymphenburg|Schlosses Nymphenburg]] in [[München]] oder das [[Chinesisches Haus (Potsdam)|Chinesische Teehaus]] im [[Sanssouci#Park Sanssouci|Park Sanssouci]] in [[Potsdam]]. Viele Adelige und reiche Bürger ahmten die grandiosen Vorbilder nach. Weitere bekannte Teehäuser in Deutschland stehen im [[Weißenburgpark]] in Stuttgart, in [[Frankfurt am Main]] ([[Kengo Kuma]]s Teehaus) sowie in [[Teehäuschen (Darmstadt, Park Rosenhöhe)|Darmstadt]].
Chinesische und japanische Teehäuser sind im deutschsprachigen Raum häufig Gastgeschenke von [[Städtepartnerschaft|Partnerstädten]].
So importierte Hamburg 2009 aus seiner Partnerstadt Shanghai das Baumaterial für ein Teehaus und stellte es hinter dem [[Museum für Völkerkunde Hamburg|Völkerkundemuseum]] auf.<ref>[http://www.zeit.de/2008/42/China-Teehaus ''Deutschland: Frohsinn für alle | ZEIT ONLINE'']. Website Zeit Online. Abgerufen am 15. November 2015.</ref>
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